Schmuck ist Keimträger – Handdesinfektion: Aktion im DRK-Krankenhaus Alzey

In der letzten Zeit ist immer häufiger von Infektionen und Keimen die Rede, die im Krankenhaus erworben werden können. Die beste und einfachste Methode, eine Übertragung von Erregern zu vermeiden, ist die hygienische Händedesinfektion. Das ist der Grund dafür, weshalb das DRK-Krankenhaus jährlich die „Aktion saubere Hände“ initiiert und seinen Mitarbeitern zeigt, wie und wann eine korrekte Händedesinfektion vorzunehmen ist.

Mittlerweile wurde die Aktion zum fünften Mal veranstaltet, dieses Mal aber nicht als Stand in der Eingangshalle, sondern von dem Hygienebeauftragten auf allen Stationen und Funktionsbereichen. Mittels fluoreszierendem Händedesinfektionsmittel und einer UV-Box konnten die Desinfektionslücken bei der Händehygiene dem medizinischen Personal aufgezeigt werden. Der Schwerpunkt der diesjährigen Schulung lag vorwiegend im Ablauf der Händehygiene.

Es ist sehr viel hautschonender, die Hände zu desinfizieren, als sie permanent mit Seife zu waschen. Das liegt an der rückfettenden Wirkung der Desinfektionsmittel. Zur Untermauerung dieser Tatsache wurde ein Messgerät zum Test der Hauttrockenheit eingesetzt. Interessant war, dass die Trockenheit der Hände vor der Desinfektion höher war, als nach einer korrekt durchgeführten Händedesinfektion. Des weiteren wurden Mitarbeiter mit Ringen und Uhren geschult.

Denn diese Schmuckstücke sind häufig Keimträger und dürfen wegen der Gefährdung von Patienten und auch zum Eigenschutz im Klinikalltag nicht getragen werden.

Unter der UV-Lampe konnte man ebenfalls die Veränderung der künstlichen Fingernägel bzw. des Nagellacks gut erkennen. Auch dies sollte im Klinikalltag strikt vermieden werden, da spröde und rissige künstliche oder lackierte Fingernägel ein Reservoir für Keime sein können. Es wurde auch der korrekte Umgang mit Einmalhandschuhen geschult. Einigen Mitarbeitern ist nicht bewusst, dass Einmalhandschuhe im Gegensatz zu Op-Handschuhen nicht zu 100 % dicht sind und auch beim Ausziehen der Handschuhe in aller Regel die Hände verschmutzt werden. Aus diesem Grund muss nach dem Ausziehen eine Händehygiene erfolgen.

„Selbst `Profis` haben bei der Aktion noch viel dazu gelernt. Nach fünf Jahren ist der Erfolg der Verbesserung der Händehygiene deutlich sichtbar geworden“, sagt Michael Nordhoff, Kaufmännischer Direktor des DRK-Krankenhauses. Als Dankeschön für die Teilnahme wurde den Mitarbeitern eine Probe eines Hautdesinfektionsmittels und einer Hautcreme überreicht.

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