RLP beim Protesttag der Ärzte/Psychotherapeuten

am 18.01.06 auch mit landesweiten Aktionen dabei

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Autor: Birgit Rehse

Im Zusammenhang mit dem nationalen Protesttag der Ärzte/Psychotherapeuten am 18.01.06 in Berlin weist die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) darauf hin, dass für diejenigen Ärzte und Psychotherapeuten, welche in Berlin selbst nicht teilnehmen können, landesweite Aktionen geplant werden, um auch diesen die Möglichkeit zu geben, ihren Protest zu artikulieren. Zu diesem Zweck hat sich ein Aktionsbündnis freier Ärzteverbände unter Beteiligung des Hartmannbundes RLP, Hausärzteverband RLP, Facharztverband RLP, Berufsverbände, Medi Südwest, Ärztegenossenschaften, Ärztenetze und -verbünde zusammengeschlossen, um die Veranstaltugnen zu organisieren.

„Die im Rahmen einer betriebswirtschaftlich kalkulierten Gebührenordnung zur Verfügung gestellten Honorarmittel bedienen kostendeckend lediglich 2/3 der von den Vertragsärzten/Psychotherapeuten erbrachten Leistungen. Viele Praxen sind hierdurch von Insolvenz bedroht“ betont der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Karl-Heinz Schmidt. „Verstärkt wird diese Situation durch die im Gesetzentwurf angedrohte Haftung des einzelnen Vertragsarztes durch sofortige quartalsbezogene Regressierung (Malusregelung) für die Überschreitung vorgegebener Tagestherapiekosten im Rahmen der Arzneimittelverordnung. Vor dem Hintergrund von mehr als 12.000 Ärzten, welche ihrem Land bereits den Rücken zugekehrt haben und zwischenzeitlich bereits im Ausland arbeiten, muss die Frage diskutiert werden, wie lange unter solchen Bedingungen eine flächendeckende, qualifizierte, dem Stand der medizinisch-technischen Entwicklung entsprechende ärztliche/psychotherapeutische Versorgung noch aufrecht erhalten werden kann“ fordert Dr. Schmidt. „Hier droht kein Ärztemangel, sondern eine Ärzteflucht.“

Die KV RLP unterstützt die Forderungen der Ärzteschaft und begrüßt die verstärkte Geschlossenheit, mit der diese vorgetragen werden. Der Vorstand der KV RLP weist auf die große Bedeutung einer hohen Beteiligung an der Zentralveranstaltung in Berlin hin. „Dass darüber hinaus von den Ärzteverbänden Aktionen innerhalb von Rheinland-Pfalz geplant und organisiert werden, wird von vielen, die der Veranstaltung in Berlin nicht beiwohnen können, sicher positiv angenommen“, so Schmidt.

Die KV RLP bittet die Ärzte/Psychotherapeuten im Rahmen ihrer Protestaktionen durch Organisation eines Notdienstes die medizinische Versorgung der Bevölkerung an diesem Tag sicherzustellen. Informationen über Organisation und Ablauf der Aktionen können über die KV RLP am Sitz der Hauptverwaltung und über die Regionalzentren abgerufen werden.

Für weitere Fragen oder Interviewwünsche rufen Sie gern an:
Monja Bungert, Tel.: 06131/326-115

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