Regionale Gesundheitskonferenz bündelt Fachwissen vor Ort

Die Förderung der Gesundheit im täglichen Leben und die Verbesserung der Versorgungsstruktur der Bürgerinnen und Bürger im Bereich Gesundheit durch die Zusammenführung des Fachwissens vor Ort ist Aufgabe der Regionalen Gesundheitskonferenz. „Zusammenarbeit und Austausch der unterschiedlichen Fachkräfte, die im Gesundheitswesen tätig sind, tragen dazu bei, wichtige Angebote zum Thema Gesundheit wirkungsvoll einzusetzen und zielgerichtet zu bündeln“, erläutert Margitta Köhler-Eichberger, Geschäftsführerin der Regionalen Gesundheitskonferenz bei der Kreisverwaltung Alzey-Worms.
„Die Koordinierung von Regionalen Gesundheitskonferenzen wurde 1995 in der Reform des öffentlichen Gesundheitswesens dem Gesundheitsamt übertragen. Der Landkreis Alzey-Worms hat dem Rechnung getragen, indem er eine Geschäftsstelle eingerichtet hat und die Arbeit unterstützt“, informiert Frau Köhler-Eichberger. Die Zusammenführung des örtlichen Fachwissens hat einen verbindlichen Rahmen in einem Leitungsteam. „Das Leitungsteam ermittelt Bedarfe und formuliert Ziele. Es unterstützt notwendige Maßnahmen und bildet Arbeitsgruppen mit den maßgebenden Fachleuten vor Ort und initiiert Projekte zur Gesundheitsförderung“, berichtet Frau Köhler-Eichberger.
Ein wichtiges Ziel sei die Förderung der gesunden Ernährung von Kindern und Jugendlichen. „Übergewicht, bedingt durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel, ist bereits im Kindesalter keine Seltenheit“, so Frau Köhler-Eichberger. Dieser negativen Entwicklung entgegensteuern will das Schulprojekt „Gesund Essen und bewegen“, das seit 2003 als Modellprojekt an der Osthofener Seebach-Grundschule in Zusammenarbeit mit der AOK, dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen Nahe/Hunsrück sowie dem Schulärztliches Dienstes des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Alzey-Worms erfolgreich erprobt wird. Im Herbst 2007 soll das Projekt den Grundschulen vorgestellt werden.
Als eine Hilfestellung, um Gesundheitsförderung in den Schulalltag hineinzutragen, soll den weiterführenden Schulen des Landkreises das Schulprojekt „Gesund leben lernen – Netzwerk Schulen für Gesundheit 21“ im Rahmen einer Auftaktveranstaltung von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung vorgestellt werden. Das Schulprojekt, dessen Entwicklung 2003 vom Land Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben und bereits an 50 Schulen erprobt wurde, thematisiert gesundes Essen und Bewegungsförderung genauso wie die Suchtprävention und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Die gegenseitige Wertschätzung von Schülern und Lehrern soll dabei zur Entspannung des Schulalltags und zur Steigerung der Lernergebnisse beitragen.
Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Regionalen Gesundheitskonferenz im Landkreis Alzey-Worms ist die Verbesserung der Mobilität älterer Menschen auf dem Land. „Dies ist ein wichtiges Themenfeld für die Zukunft, das wir derzeit erarbeiten“, so Frau Köhler-Eichberger.

Print Friendly, PDF & Email
Veröffentlicht am