Qualitätsmanagement steht ganz oben

Autor: Allgemeine Zeitung Alzey

Vom Krankenpfleger zum Kaufmännischen Direktor des Alzeyer DRK-Krankenhauses

Als Kölner kann man in Rheinhessen gut leben, davon ist Michael Nordhoff überzeugt. „Die Fastnacht ist eben genauso wie der rheinische Karneval ein Symptom für Lebensfreude und Lebensglück“, sagt der Rheinländer, der seit 17 Jahren als kaufmännischer Direktor die DRK-Klinik in Alzey leitet. Mit 200 Vollzeitstellen, verteilt auf 330 Köpfe ist das Krankenhaus zwar einer der großen Arbeitgeber im Raum Alzey, in der Kliniklandschaft mit 155 Betten aber eher klein. Trotzdem schreibt das Haus schwarze Zahlen: „Wir haben einen sehr großen Einzugsbereich, im Bereich Akutmedizin, keine allzu direkte Konkurrenz, einen guten Ruf bei Ärzten und Patienten und einige kleine Schwerpunkte wie etwa ein Schlaflabor mit vier Messplätzen“, erläutert der 50-Jährige. Außerdem lege er besonderen Wert auf Qualitätsmanagement. Intensiv widme die Klinik sich auch der Ausbildung des medizinschen Nachwuchses. „Im Ranking der beliebtesten Krankenhäuser für das Praktische Jahr rangieren wir in einer Liste von 300 unter den ersten zehn, da sind wir schon etwas stolz drauf.“ Die gute Zusammenarbeit im Team mit dem ärztlichen Direktor und der Pflegeleiterin sieht der Vorsitzende des Krankenhausdirektoriums als wesentlichen Grund dafür.

Das Thema Gesundheit hatte Nordhoff schon früh für sich entdeckt. „Ein Freund, der Zivildienst leistete, hat mein Interesse geweckt und ich habe mich dann ehrenamtlich in der Pflege engagiert“, erzählt er. Nach der Schule ließ er sich zum Krankenpfleger ausbilden und arbeitete „mit viel Freude“ mehrere Jahre vorwiegend in der Intensivmedizin. Die immensen Kosten, die die Pflege verursacht, hätten ihn dabei so erstaunt, dass er schließlich in seiner Heimatstadt Wirtschaftswissenschaften studierte.

Nach dem Examen war Nordhoff zunächst 1993 bis 1995 Controller im Universitätsklinikum Bonn, danach wechselte er 1995 ins operative Geschäft als stellvertretender Verwaltungsleiter des St. Josef Krankenhauses in Prüm, ehe ihn der rheinland-pfälzische Chef der DRK-Trägergesellschaft Südwest für die Stelle als Kaufmännischer Direktor des DRK-Krankenhauses Alzey warb. Dort ist er seit 1997 erfolgreich, von 2001 bis 2007 verantwortete er zudem den kaufmännischen Part im DRK Schmerz-Zentrum in Mainz.

Privat ist der Vater von drei Söhnen im Alter von 17, 14 und 12 Jahren sehr sportbegeistert. „Wenn irgend möglich setze ich mich täglich eine Stunde aufs Fahrrad und versuche im rheinhessischen Hügelland den Kopf freizukriegen“, sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Für Rheinhessen habe ich eine dauerhafte und unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.“ Was ihn an Fastnacht dann aber doch gelegentlich in die Heimat zieht, ist der Fensterplatz des Bruders an der Strecke des Kölner Rosenmontagszuges.

Siehe auch Originallink auf der Homepage der Allgemeinen Zeitung Alzey: http://www.allgemeine-zeitung.de/wirtschaft/wirtschaft-regional/qualitaetsmanagement-steht-ganz-oben_13834100.htm

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