Unterernährung

Wenn heute von Unterernährung gesprochen wird, ist damit meist die Mangelernährung gemeint. Dieser Begriff ist schon deshalb besser, weil man sich bei dem Begriff Unterernährung eine abgemagerte Person vorstellt, was es heute nur noch selten gibt, dafür aber umso häufiger regelrecht fette Menschen und leider auch Kinder, die in Wirklichkeit mangelernährt sind. Eine Mangelernährung liegt dann vor, wenn der Körper über einen längeren Zeitraum hinweg nicht genügend Energie in Form von Nahrung und Vitalstoffen bekommt. Es kann dann zwar auch eine starke Gewichtsabnahme erfolgen, es entwickeln sich aber in der Regel Mangelerscheinungen, die oft nicht äußerlich auf den ersten Blick erkennbar sind. Mangelernährung kann für den Körper schlimme Folgen haben: Sie kann zu schweren körperlichen und geistigen Schäden führen. So beeinflusst sie nicht nur die Funktionsweise innerer Organe, sondern auch Skelett, Muskulatur und Nervensystem. Bei länger bestehender Unter-/Mangelernährung entwickelt sich eine starke Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Körper. In der Folge wird noch weniger und besonders „falscher“ gegessen und getrunken, dadurch verstärkt sich die Mangelernährung und der betroffene Patient gerät in einen regelrechten Teufelskreis. Außerdem sinkt die Widerstandskraft gegenüber Infektionskrankheiten und Parasiten. Eine Mangelernährung kann durch eine ausreichende Kalorienzufuhr und durch Deckung von Vitaminen und Mineralstoffen ausgeglichen werden. In der Regel ist es leider so, dass sich gerade unter-/mangelernährte Menschen nicht mehr ausreichend angepasst ernähren können oder wollen, so dass hier über einen gewissen Zeitraum Trinknahrung gegeben werden sollte. Sie holt betroffene Menschen regelrecht aus einer Lethargie zurück ins Leben, sie verlieren ihre Gleichgültigkeit, haben wieder Interesse am Leben und auch an der Ernährung, was oft gerade die Umwelt mit großem Erstaunen bemerkt.

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