Stottern

Stottern bezeichnet eine Sprachstörung, die durch Unterbrechungen des normalen Sprachablaufs gekennzeichnet ist. Das Ausmaß dieser Hemmung kann von Situation zu Situation unterschiedlich sein: Manchmal ist ein ungestörtes Sprechen möglich oder es bestehen nur leichte, eventuell aber auch sehr starke Sprachstörungen. Vom Stottern ist überwiegend das männliche Geschlecht betroffen. Der Auslöser ist keine körperliche Funktionsstörung, sondern vielmehr ein psychisches Leiden. Bei Kindern, die stottern, bestehen oft familiäre Probleme. Es kann sein, dass dem Kind nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es ist auch möglich, dass gewisse Dinge in der Familie nicht thematisiert werden dürfen, oder dass das Kind fürchtet, sich durch verschiedene Äußerungen zu verraten. Außerdem kann der Stotterer sich auch alltäglichen Anforderungen, wie sie etwa in der Schule an ihn herangetragen werden, entziehen. Die Behandlung sollte sich nicht nur auf eine logopädische Therapie beschränken, sondern auch in einer psychologischen Beratung der Eltern und des Kindes bestehen.

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