Glaukom

Der Begriff Glaukom oder auch „grüner Star“ beschreibt alle Augenerkrankungen, die mit einer Erhöhung des Augeninnendruckes zusammenhängen. Jedes Auge hat dabei einen bestimmten Innendruck, ist dieser lediglich kurzzeitig über die Norm erhöht, kann das Auge dies ohne Schaden überstehen. Handelt es sich jedoch um eine lang andauernde Steigerung, oder um eine besonders starke Steigerung, schädigt das die Netzhaut und den Sehnerv. Dieser Prozess kann zur Sehverschlechterung bis hin zur völligen Erblindung führen. Die Steigerung des Augeninnendruckes ist entweder durch einen verminderten Kammerabfluss oder eine vermehrte Kammerwasserproduktion bedingt. Vom so genannten Sekundärglaukom spricht man, wenn der grüne Star durch andere Augenerkrankungen hervor gerufen wurde, etwa nach einer Regenbogenhautentzündung, nach Thrombose, nach der Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Psychopharmaka) oder nach Verletzung. In diesem Fall richtet sich die Behandlung immer nach der Grunderkrankung. Manchmal ist ein operativer Eingriff notwendig. Das Primärglaukom entsteht in der Regel ohne vorhergehende Augenerkrankung. Dabei kann die Drucksteigerung langsam oder plötzlich auftreten. Das Primärglaukom bereitet meist anfänglich kaum Beschwerden. Einige Betroffene können abends beim Blick in die Lampe vielleicht Regenbogenfarben bemerken, dann kommt es zu einer allmählichen Herabsetzung der Sehschärfe. Der Arzt wird eine Überprüfung des Gesichtsfeldes vornehmen, außerdem wird der Augeninnendruck mit einem so genannten Tonometer gemessen. Danach wird er versuchen den Augeninnendruck durch Salben und Tropfen zu senken. Falls dieser Therapieansatz nicht zum Erfolg führt, muss operiert werden.

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