Nikotin

Nikotin und chronische Bronchitis

Print Friendly, PDF & Email

23.08.2004

Abgesehen von den sonstigen gesundheitlichen Gefahren, die das Rauchen mit sich bringt, ist der Nikotingenuss die Hauptursache für chronische Bronchitis. Sie führt zunächst zu einer Lähmung der Flimmerhärchen der Atemwege und zu einer vermehrten Schleimbildung in der Lunge. Im weiteren Verlauf können jetzt Schleim und eingedrungene Fremdstoffe nicht mehr rasch abtransportiert werden, dann wird durch den Zigarettenrauch eine erhöhte Aktivität unseres unwillkürlichen Nervensystems ausgelöst, dadurch werden die Bronchien zum einen direkt eng gestellt und darüber hinaus werden die Entzündungszellen zur Ausschüttung von Botenstoffen angeregt, was zusätzlich wieder zu einer Engstellung der Bronchialmuskulatur führt. In der Folge wird verständlicherweise der Husten immer stärker und es kommt noch durch die dauernde Verengung der Bronchien zur Atemnot. Im Endstadium kann es dann noch, dadurch dass die Luft nicht mehr richtig aus den Lungen herauskommt infolge der permanenten Verengung der Bronchien zu einem so genannten Empyhsem kommen. Davon spricht man, wenn das Lungengewebe überdehnt ist und die Lungenbläschen dauerhaft überbläht sind. Ein Teufelskreis ist in Gang gesetzt, d. h. die Bronchien verlieren weiter an Elastizität, es kommt zu weiteren Verengungen und beim Ausatmen können die feinen Aufzweigungen der Luftröhre, sprich die Bronchien, kollabieren, d. h. ihre Wände legen sich aneinander. Damit bleibt Kohlendioxyd in den Bronchien zurück, der Sauerstofftransport ins Blut wird erschwert, die Lunge kann immer weniger ihre Aufgabe, den Gasaustausch von Ein- und Ausatemluft, erfüllen. Folge: Der Husten wird immer heftiger und hartnäckiger, er beginnt schon morgens auf der Bettkante, der Schleim immer zäher und die Kurzatmigkeit besteht ebenfalls dauernd. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte viel, viel früher mit dem Rauchen aufgehört werden, natürlich auch dann, wenn es schon zum Vollbild der chronischen verengenden Bronchitis gekommen ist. Dann reicht es übrigens auch nicht, nur mit dem Rauchen aufzuhören, sondern es müssen Medikamente eingenommen werden bzw. inhaliert werden: Sie stellen einerseits die Bronchien wieder weit und blockieren andererseits die Engstellung.

Print Friendly, PDF & Email