Melatonin

Hormon des Schlaf-Wach-Rhythmus

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11.07.2003

Zunächst einmal zum näheren Verständnis: Melatonin ist ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert: Jemand, mit einem erhöhten Melatoninspiegel im Blut, wird schläfrig, bei einem niedrigen Melatoninspiegel hingegen ist man wach und aufgeweckt. Deshalb greifen viele Menschen, vor allem Vielflieger, auf dieses Hormon zurück, um Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus selbstständig zu kontrollieren. Tatsächlich schützt Melatonin auch vor den gefährlichen Nebenwirkungen der Röntgenstrahlen. Darüber hinaus vermuten ärzte, dass es den Alterungsprozess positiv beeinflusst. Nicht zuletzt, weil es über die Eigenschaft verfügt, freie Radikale unschädlich zu machen. Dennoch, obwohl Melatonin über viele positive Eigenschaften zu verfügen scheint, ist sein vollständiges Wirkungsspektrum noch nicht genügend durch klinische Studien abgesichert. Daher ist es hier auch noch nicht als Medikament zugelassen. ärzte vermuten beispielsweise, dass erhöhte Dosen Melatonin Leukämie verursachen kann, da die Anzahl der weißen Blutkörperchen nach der Einnahme erhöht scheint. Außerdem geht es MS- und Parkinson-Patienten besser, wenn der Melatoninspiegel unterdrückt wird.

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