Hormone

Was ist das?

Print Friendly, PDF & Email

18.03.2001

Wer wünscht sich das nicht: Bis ins hohe Alter aktiv und dynamisch sein, Erfolg haben im Beruf, eine erfüllte Partnerschaft und Lust auf Sex, aber bitteschön auch bis ins hohe Alter! Zweifel? Unter dem großen überbegriff „Antiaging“ beschäftigt sich die moderne Medizin mit Mechanismen, die dem Alter ein Schnippchen schlagen. Dazu gehört eine Veränderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung, Bewegung und Beeinflussung der Hormonbalance bei Frauen und Männern. Hormone sind es, die unser Leben steuern. Wie diese winzigen Botenstoffe zusammenarbeiten, warum sie manchmal verrückt spielen, stellt für die Medizin immer noch ein großes Rätsel dar, aber hier hat die Forschung viel geleistet: Von den Tausend Hormonen sind rund 100 bekannt und davon wieder die Hälfte erforscht. Der Begriff Hormone stammt aus dem Griechischen und bedeutet dort „antreiben“. Bringen sie uns wirklich auf Trab? Bei richtigem Einsatz und unter ärztlicher Kontrolle ja und am besten in Verbindung mit der schon genannten Umstellung des Lebensstils. Beim Stichwort Hormone denken viele zunächst an das weibliche Hormon östrogen, bekannt aus der Antibabypille und den Hormonpräparaten gegen die Beschwerden der Wechseljahre. Welche Frau wann welche Hormone einnehmen darf, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Der Wunsch der Frauen nach Erhalt der Lebensqualität wie vor den Wechseljahren, aber bitte ohne erhöhtes Krebsrisiko, ist mehr als verständlich. Zum Glück geht hier auch die medizinische Forschung weiter, so gibt es heute Substanzen, die einerseits alle die positiven Auswirkungen auf die Frauengesundheit haben wie Hormone und andererseits sich diese Frauen keine Sorgen in Bezug auf die Entstehung zum Beispiel von Brustkrebs machen müssen. Doch längst wissen wir auch, dass nicht nur Frauen in die Wechseljahre kommen, sondern auch Männer und hier ist es auch ein Hormon, nämlich das Testosteron, welches beim älter werdenden Mann weniger produziert wird. Was also liegt näher, als auch bei Männern diesen Hormonmangel auszugleichen! Vorher sollte MANN sich aber gründlich untersuchen lassen: die von den Krankenkassen angebotene Gesundheitsuntersuchung und Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Anschließend kann entschieden werden, ob das Testosteron (oder auch östrogen) ersetzt werden muss. Zirkulieren anschließend wieder mehr Hormone im Blut, tut MANN etwas für seine Prostatagesundheit, erhöht seine Leistungskraft und Stressfähigkeit. Außerdem können viele Männer plötzlich auf Viagra verzichten, weil durch Testosteron auch das Erektionsvermögen verbessert wird und damit das Sexualleben gewinnt.

Neben diesen Sexualhormonen gibt es aber auch noch eine ganze Reihe von Hormonen, die unsere Lebensqualität verbessern können. Wie zum Beispiel das Serotonin, welches bei der Behandlung von Depressionen eine große Rolle spielt oder das Melatonin zur Förderung des gesunden Schlafes. Aber Hormone können falsch eingenommen auch schaden. So ist vom Melatonin bekannt, dass es im übermaß zu Potenzstörungen bei Männern führt. Die zusätzliche Einnahme von Hormonen sollte also immer mit der ärztin / dem Arzt des Vertrauens besprochen werden.

Print Friendly, PDF & Email