Herzpatienten

Die Herzgruppe am Wohnort (Coronarsportgruppe)

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18.02.2002

Was ist eine Herzgruppe?
Die Herzgruppe am Wohnort ist eine Gruppe von Patienten mit coronarer oder einer anderen Herz- krankheit. Eine solche Gruppe trifft sich unter Leitung eines speziell ausgebildeten übungsleiters und eines erfahrenen Arztes regelmäßig, in Alzey 2x wöchentlich, Dienstag 20.30 Uhr – 22.00 Uhr, Freitag 19.00 Uhr – 20.30 Uhr in der hiesigen Rundsporthalle. Gemeinsam werden Bewegungstherapie, Entspannungsübungen, Gruppengespräche und andere Maßnahmen durchgeführt, die zur Reduzierung des cardiovasculären bzw. Herzkreislaufrisikos beitragen.

Welche Patienten mit welchen Erkrankungen können/sollen teilnehmen?
1. Patienten mit coronarer Herzerkrankung wie stabile Angina pectoris, Zustand nach Herzinfarkt, nach Bypass-Operation, nach Ballondilatation.
2. Patienten mi Herzfehlern oder Herzklappenfehlern mit oder ohne operativer Behandlung.
3. Patienten mit Zustand nach Herztransplantation, mit „Cardiomyopathien“, Herzschrittmachern oder implantierten Defibrilatoren sowie auch Patienten funktionellen Herzkreislaufstörungen und besonders Hochdruckpatienten.

Wie erfolgt die Verordnung:
Nach ärztlicher Untersuchung einschließlich Ergometer-Belastung über den Hausarzt ausgestelltes Rezept.
Dabei sind zunächst alle interessierten Patienten herzlich eingeladen einmal unverbindlich bei einer übungsstunde zuzusehen, sofern sie derartige übungsstunden nicht bereits z.B. von ihrer AHB (Anschlußheilbehandlung) kennen!

Warum lohnt sich die Teilnahme an einer Herzgruppe?
Mitgliedern einer Herzgruppe fällt es leichter gesund zu leben als Herzpatienten, die keiner Gruppe angehören. So werden z. B. die zu Herzkrankheiten führenden Risikofaktoren wie Rauchen, hohe Blutfette, übergewicht und Bluthochdruck in der Gruppe besser und auf Dauer abgebaut. In der Herzgruppe lernen sie ihre Belastungsfähigkeit richtig einzuschätzen. Und – sie blicken wieder hoffnungsvoller in die Zukunft.

Studien haben gezeigt, dass die Sterblichkeit und Reinfarkthäufigkeit bei Teilnehmern einer Herzgruppe deutlich niedriger ist, als bei Patienten die nicht in einer Herzgruppe mitgemacht haben.

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