Hepatitis C

Hepatitis C-Infizierung

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11.07.2003

Bei rund 40% der Hepatitis C-Infizierten ist der übertragungsweg unbekannt. Das kommt daher, dass die Symptome, im Gegensatz zu Hepatitis A und B, relativ unbemerkt verlaufen können. Sogar die „Akutphase“ der Infektion verläuft bei 80 bis 90 Prozent der Patienten unauffällig. Betroffene klagen häufig lediglich über Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Die übertragung kann beispielsweise durch Blut und Blutprodukte, Dialyse, Akupunktur, Piercing, Maniküre, Pediküre, Tätowierung, sowie Nadeltausch bei Drogenabhängigen stattfinden. Zu einer Infektion kann es aber auch durch Sexualkontakte oder von Mutter auf Kind kommen. Bei einer chronischen Form versucht der Arzt, entzündliche Vorgänge in der Leber zu hemmen und die Entstehung einer Leberzirrhose oder Leberkrebs zu verhindern. Dazu stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die allerdings häufig Nebenwirkungen mit sich bringen. Daher sollte der Patient vor der langwierigen Behandlung eingängig untersucht werden. Eine Ansteckung mit dem Hepatitis C-Virus erfolgt hauptsächlich durch indirekten oder direkten Blutkontakt. Bis 1990 bestand ein nicht geringes Risiko, sich durch Blut- und Gerinnungsprodukte mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) zu infizieren. Mittlerweile gibt es aber sehr sensible Testverfahren, die eine Infektion schnell und sicher nachweisen. Daher ist dieses Risiko auf ein Minimum reduziert worden. Da bei HCV-Patienten der Virus in allen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden konnte, besteht prinzipiell die Möglichkeit, sich beispielsweise durch Sexualkontakte oder auch Speichel zu infizieren. Auch eine Übertragung durch offene Wunden, Rasierklingen, Zahnbürsten, sowie Tätowierungen und Piercings ist möglich. Ein sehr häufiger Übertragungsweg stellt der Gebrauch von verunreinigten Spritzen dar.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.hepatitis-c.de
www.hepatitis-care.de

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