Fliegen-Maden

Fliegen-Maden gegen chronische Wunden

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11.07.2003

Dass chronische, schlecht heilende Wunden mit Hilfe von Fliegenmaden erfolgreich behandelt werden können, ist vielen bekannt. Die Maden werden normalerweise in die Wunde gebracht, mit einem Verband eingeschlossen, und haben dort drei bis vier Tage Zeit ihrer „Arbeit“ nachzugehen. Die Made sondert in der Wunde ein Speichelsekret ab, das Enzyme enthält, welche das tote Gewebe verflüssigt, gesundes Gewebe nicht antastet und so die Bildung von neuem gesunden Gewebe fördert. Verständlich, dass sich viele Patienten nicht mit der Madentherapie anfreunden können, sich schlicht und ergreifend ekeln. Jetzt gibt es Wundauflagen, die auf die Wunde gelegt werden und mit einem einfachen Mullverband umwickelt werden. Die Maden darin sondern durch die Abdeckgaze, in der sie eingeschlossen sind, das Sekret ab und nehmen durch die Gaze hindurch das verflüssigte abgestorbene Material wieder auf. Weitere Vorteile: Im Gegensatz zur Behandlung mit den frei beweglichen Maden muss man die Wunde nicht mehr abkleben und die Maden vorher nicht mehr mit Kochsalzlösung abspülen. So ganz nebenbei können die Kosten der Behandlung noch um bis zur Hälfte gesenkt werden.

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