Erkältung

Was tun?

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11.07.2003

Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen: Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) infizieren sich die oberen Luftwege, der Nasen-Rachen-Raum, mit Viren, die besonders leicht auf andere Menschen übertragen werden. Bis zu zwei Erkältungen pro Jahr sind unbedenklich für einen Erwachsenen, bei drei und vier sprechen ärzte von einer erhöhten Infektanfälligkeit, mehr als vier deuten auf ein schwaches Abwehrsystem.
Zwei bis fünf Tage liegen zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit. Die Nase schmerzt und beginnt zu „laufen“. Manchmal kommt ein Druckgefühl in den Ohren dazu. Man fühlt sich müde und schlapp, hat eventuell leichtes Fieber, Husten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Bei einem grippalen Infekt klingen die Beschwerden nach einigen Tagen von selbst ab.
Die Erkältung wird über Tröpfcheninfektion durch Erkältungsviren hervorgerufen. Gegen Viren sind Antibiotika machtlos. Dauert die Erkältung allerdings länger oder wird sie nicht gleich richtig behandelt, besteht die Gefahr, dass sie durch eine bakterielle Infektion überlagert wird. Dann sollte man dringend zum Arzt gehen, damit sich nicht eine eitrige Mandelentzündung, eine Nebenhöhlenentzündung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung entwickelt.
Wie kann man sich schützen?Abstand wahren zu erkälteten Personen, Menschenansammlungen meiden.
Erkältungsviren überleben auf der Haut mehrere Stunden, deshalb gründlich die Hände waschen – auch wenn man noch nicht erkältet ist.
Kälte und Feuchtigkeit möglichst meiden.
Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist gut für das Immunsystem. Die Grundregel einer gesunden Ernährung: fünfmal am Tag Obst und Gemüse – ob roh, gegart oder als Saft.
Regelmäßige sportliche Betätigung bzw. Spazierengehen an der frischen Luft.
Ausreichend Schlaf, wenig Stress, nicht rauchen.
ältere und infektionsgefährdete Personen sollten sich bei ihrem Hausarzt über die Möglichkeit einer Impfung gegen Grippe und Lungenentzündung beraten lassen.

Es gibt eine neue Studie mit einem traditionellen afrikanischen Heilmittel, welches bei Erwachsenen und Kindern Erkältungen, Bronchitis, Nasennebenhöhlen- und Mandelentzündungen verhindert und heilt. Diese Pflanze heißt Umckaloabo. Es ist eine Geranienart aus Südafrika, aus deren Wurzel die Zulu-Medizinmänner schon immer einen Sud gegen Infekte der Atemwege herstellten.

Und wenn die Erkältung da ist?
Sich körperlich schonen, bei Fieber Bettruhe, ausreichend schlafen.
Viel Flüssigkeit (mindestens 2 Liter täglich) zu sich nehmen, z.B. heißen Tee mit Zitrone.
Nasentropfen lassen die Nasenschleimhäute abschwellen, sollten aber nicht länger als zehn Tage angewendet werden.
Inhalieren.
Raucher sollten möglichst wenig rauchen, um die Schleimhäute nicht weiter zu reizen.
Kein Antibiotikum auf Verdacht nehmen.

Wenn die Krankheitszeichen schlimmer werden (Fieber länger als drei Tage, Husten, Schmerzen beim Atmen), unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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