Eisenspeicherkrankheit

Informationen zur Eisenspeicherkrankheit

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11.07.2003

Bei der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) wird eine erhöhte Menge Eisen aus dem Darm ins Blut aufgenommen. Als Folge lagert sich das Eisen in den Organen ab und kann dort große Schäden anrichten. Der Organismus benötigt Eisen zwar zur Bildung der roten Blutkörperchen, aber ein gesunder Mensch hat vielleicht eine Gesamteisenmenge von 4 bis 5 Gramm im Blut. Menschen, hingegen, die an einer Hämochromatose leiden, können einen Gesamteisengehalt von bis zu 80 Gramm haben. Diese Erbkrankheit wird frühestens nach dem 20. Lebensjahr, eher nach dem 40. bis 60. Lebensjahr bemerkt. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen, die durch ihre Monatsblutung erstmal „geschützt“ sind. Unbemerkt kann die Krankheit für die Entstehung von Herz- und Leberschäden, Diabetes, Impotenz und Gelenkbeschwerden verantwortlich sein. Wird sie bemerkt, kann sie durch einen klassischen Aderlass leicht behandelt werden. Betroffene werden in der Regel 1 bis 2 Mal wöchentlich zur Blutentnahme gebeten, damit etwas Eisen aus dem Körper eliminiert werden kann.

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