Diäten

Frühjahrsdiäten – Wer benötigt eine Diät?

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08.12.2004

Allein das Wort Diät ist zu einer großen Zauberformel geworden. Die einen sehen in ihr den Weg zum Glück, der Schönheit, Zufriedenheit und Erfolg verspricht; für die anderen ist das Wort Diät inzwischen zu einem Mühlstein geworden, der die Tage nur beschwert. Aber woher kommt das eigentlich? Warum werden gerade an Diäten so viele persönliche Hoffnungen und soviel Leid geknüpft? Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Klar ist jedoch, dass die Medien bei der Beantwortung eine große Rolle spielen. Täglich überfluten uns die Bilder schöner, schlanker Menschen. Die Vorstellung, wer oder was dabei schön ist, bleibt relativ unumstritten: Nur wer schlank ist, ist auch schön! Und so hungern Millionen Menschen einem Ideal hinterher, das ihnen weder entspricht, noch erreichbar ist. Der Begriff Diät hat zunächst einmal gar nichts mit hungern zu tun. Er stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Lebensweise. Wenn Mediziner beispielsweise von Diätfehler sprechen, heißt das nur, dass die Ernährung falsch zusammengesetzt und ungesund ist. Aber natürlich gibt es dennoch Menschen, die zuviel wiegen und deshalb ihr Gewicht reduzieren sollten. Um herauszufinden, wer das ist, hat der französische Arzt Pierre Broca eine einfache Formel aufgestellt: Das Normalgewicht  berechnet sich, indem man von der Körpergröße 100 Zentimeter subtrahiert. Eine Frau, die 1,75 groß ist, würde so 75 Kilo wiegen dürfen. Diese Formel gilt aber leider nicht für sehr kleine, oder sehr große Menschen und ignoriert außerdem die individuelle „Architektur“ eines Menschen. Der Body-Mass-Index (BMI) ist da etwas toleranter. Er berechnet sich, indem man seine Kilogramm durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat teilt (z. B. 70 kg : {1,60×1,60} m = 70 : 2,56 = 27) Das Ergebnis dieser Rechnung sollte nicht über 30 liegen, sonst sprechen Ärzte bereits von Fettleibigkeit. Dann ist eine Diät wirklich notwendig, um Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck zu vermeiden. Aussagefähiger als das Gewicht ist der Körperfettanteil. So können Menschen, die ganz schlank aussehen, durch ihren hohen Fettanteil durchaus gesundheitlich gefährdet sein, während mollige Menschen mit hohem Muskelanteil völlig unbesorgt sein können.

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