Ausschluß von Arzneimitteln

Ausschluß von Arzneimitteln zur Anwendung bei Bagatellerkrankungen von der vertragsärztlichen Versorgung nach § 34 Abs. 1 SGB V bzw. Nr. 16.1 Arzneimittel-Richtlinie

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18.02.2002

– Für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten einschließlich der bei diesen Krankheiten anzuwendenden Schnupfenmittel, Schmerzmittel, hustendämpfenden und hustenlösenden Mittel von der Verordnung ausgeschlossen.Dazu zählen insbesondere:

– chemisch definierte Expektorantien (z. B. Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin, Carbocistein , Cineol. Guaifenesin, Emser Salz)
– pflanzliche Expektorantien (z. B. Extrakte aus Efeu, Primel, Thymian; aetherische öle wie Eucalyptus, Myrtol)
– Kombinationen von Expektorantien mit anderen Wirkstoffen (z. B. mit Antibiotika, Antitussiva)
-homöopathische Expektorantien
– Für Versicherte. die das 18. Lebensjahr vollendet haben, sind Mund- und Rachentherapeutika, ausgenommen bei Pilzinfektionen, geschwürigen Erkrankungen der Mundhöhle und nach chirurgischen Eingriffen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich von der Verordnung ausgeschlossen. Dazu zählen insbesondere: – Antiseptika (z. B. Aluminiumsalze, Cetylpyridinium, Chlorhexidin, Dequalinium, Hexetidin, Povidon- Jod) – pflanzliche Mittel (z. B. aetherische öl, Extrakte aus Kamille, Myrrhe, Salbei) – Kombinationen von Antiseptika mit anderen Wirkstoffen (z. B. mit Antibiotika, Lokalanaesthetika) – Im übrigen ausgeschlossenen sind Abführmittel und Mittel zur Behandlung der Reisekrankheit ( wegen möglicher Ausnahmen in Einzelfällen vergleiche Nr. 16.1 AMR).

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