Auf Herz und Nieren getestet: DRK-Krankenhaus erhält nach intensiver Prüfung Qualitätssiegel Klinikmanagement

ZERTIFIZIERUNG: DRK-Krankenhaus erhält nach intensiver Prüfung Qualitätssiegel Klinikmanagement

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Autor: Verein zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung Rheinhessen Pfalz e.V.

ZERTIFIZIERUNG: DRK Krankenhaus erhält nach intensiver Prüfung Qualitätssiegel Klinikmanagement

Das Qualitätsmanagement im DRK-Krankenhaus stimmt. Das jedenfalls bescheinigen die beiden externen Prüferinnen von Eqzert, die das Haus in der Kreuznacher Straße vom Keller bis zum Dach unter die Lupe genommen haben. Am Ende der umfangreichen Überprüfung, die nicht nur alle medizinischen, sondern auch organisatorische, kaufmännische, gebäudetechnische und personalpolitische Bereiche umfasste, gab es strahlende Gesichter bei den über 100 Mitarbeitern des Krankenhauses: Die Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2008 und damit das Qualitätssiegel Klinikmanagement wurden erteilt.

„Umfassend geregelt“

Michael Nordhoff, Kaufmännischer Direktor des Hauses, macht deutlich, warum diese Zertifizierung gerade heutzutage in einer Zeit der Diskussion über „Krankenhauskeime“ und Kunstfehler so wichtig ist: „Vielen Menschen wird mulmig angesichts eines bevorstehenden Krankanhausaufenthalts. Da ist es schon gut, wenn die Klinik ein Qualitätszertifikat hat, das bescheinigt, dass die Organisation, die Abläufe im Hause, die Behandlungsstandards, die Sicherheit der Patienten sowie die Informationsflüsse im Krankenhaus gut und umfassend geregelt sind.“

Nordhoff blick zurück ins Jahr 2007, als man die erste Zertifizierung nach KTQ, was für Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen steht, erreicht hat. Doch das Qualitätsmanagements der Krankenhäuser unter dem Dach der DRK Trägergesellschaft Süd-West habe sich weiterentwickelt, weshalb man die DIN ISO-Zertifizierung angestrebt habe. Auf den nun erworbenen Lorbeeren kann sich das DRK Krankenhaus jedoch nicht lange ausruhen: Die Prüfung wird jährlich wiederholt. „Auch hier gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, sagt Nordhoff. Darauf richtet sich auch Monika Dohn-Hofmann ein. Die diplomierte Biologin und stellvetretende Pflegeleitung der Intensivstation hat als Qualitätsmanagement-Beauftragte des Hauses die ebenso reizvolle wie arbeitsintensive hausinterne Vorbereitung auf die Zertifizierung übernommen – und ist auch weiterhin Dreh- und Angelpunkt bei diesem Thema. „Die Prüferinnen haben sich unter anderem die Patientenkurven angeschaut – welche Diagnostik, welche medizinischen Maßnahmen getroffen wurden“, nennt sie ein Beispiel.

Hygiene im Fokus

Dr. Karl von Blohn, Ärztlicher Direktor des DRK Krankenhauses, zitiert einen anderen Punkt: „Welche Sicherheitsmaßnahmen werden von uns ergriffen, damit es im OP nicht zu Verwechslungen kommt?“ Ein wesentliches weiteres Thema: die Hygiene. Diesen Check bestand die Einrichtung mit Bravour, wie die Prüferinnen bescheinigen. „Wir sind immer noch eines der wenigen Häuser, die jeden Patienten bei der Aufnahme auf Keime hin testet“, stellt von Blohn fest.

Gute Noten gab es auch beim Beschwerdemanagement. „Da spielte etwa die Aufklärung der Patienten eine Rolle und wie wir mit den gesetzlichen Vorschriften umgehen“, verdeutlicht Michael Nordhoff. Doch gerade dieses Thema wird die Kliniken im Land und damit auch das DRK Krankenhaus noch weiter beschäftigen. Denn das neue Landesgesetz hierzu stellt die Kliniken nach Aussagen von Blohns vor ein kaum lösbares Problem. „Im Prinzip müssten wird den Patienten alles, was es zu sagen gibt, schriftlich aushändigen und die Kopie quittieren lassen. Das ist ein hoher zeitlicher Aufwand, verbunden mit hohen Kosten“, betont der Ärztliche Direktor.

Zu den Pluspunkten zählen indes auch das positive Feedpack der jungen Ärzte im praktischen Jahr – die Alzeyer Klinik ist bekanntlich akademisches Lehrkrankenhaus der Mainzer Unimedizin – und die niedrige Fluktuationsrate beim Personal von 8,2 Prozent.

Siehe auch http://www.allgemeine-zeitung.de/region/alzey/13032383.htm

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